Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ... Wandertag der Jahrgangsstufe 12

(Kommentare: 0)

Heine sah sie nie, Brentano angeblich schon, und mindestens ein Dutzend Schiffer erlag ihrem Charme, dem auch wir uns am 12.09.2019 nicht entziehen wollten.

Also ging es mit 86 hochmotivierten Schülerinnen und Schülern der 12. Jahrgangsstufe auf den Loreleyfelsen hinauf, um die schöne Loreley höchstpersönlich zu treffen (Spoiler: wir trafen sie nicht und mussten unsere eigenen Interpretationen der Nixe zum Besten geben.).

Bereits die Schifffahrt von Bingen nach St. Goarshausen bereitete Freude - dem einen mehr, dem anderen weniger – aber insgesamt war die Stimmung noch prima, als wir am KD-Anleger in St. Goarshausen ankamen. Sooo steil konnte der Aufstieg zur Loreley ja nun nicht sein, immerhin hatten vor einigen hundert Jahren fleißige Arbeiter eine ganze Burg in die Mitte des Berges gebaut. Die mussten damals ja auch irgendwie hoch und runter gekommen sein und das gleich mehrmals am Tag!

Gut, dass wir keine Steine mitschleppten (obwohl ich mir da bei einigen Schülern nicht ganz sicher war), aber einigen war der Aufstieg bereits in der Hälfte ein Graus. Zugegeben, es waren drei Kilometer nur bergauf mit einer Steigung von gefühlt ca. 90%, aber wir schafften es tatsächlich irgendwie nach oben. Überholt wurden wir von einem Tross irritierend unermüdlicher Sechstklässler, die nach dem Aufstieg noch die Muße hatten, zur Sommerrodelbahn zu rennen und andere sportliche Höchstleistungen zu vollbringen, denen wir nur kopfschüttelnd (und ein bisschen außer Atem) zusehen konnten.

Wir machten denn auch erst mal gepflegt Mittag, indem wir alle gemeinsam auf der großen Wiese vor dem Besucherzentrum picknickten. Fast wären wir dort einfach liegen geblieben, aber wir hatten ja noch Programm gebucht. Also ging es ins Besucherzentrum mit Ausstellung und 3D-Film und später endlich zum Felsen, auf dem wunderbare Fotos entstanden. Der Blick ins schöne Mittelrheintal entschädigte die meisten für den Aufstieg.

Runter ging’s auch viel schneller als rauf und nach der Fährfahrt nach St. Goar fuhren wir mit dem Zug wieder heim.

Vielleicht sollten wir ab jetzt am Wandertag immer auf Felsen kraxeln, denn wie Goethe bereits sagte: „Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.“

Carola Bruch-Erfurth für die Tutoren des Team 12

 

Zurück

Einen Kommentar schreiben