Exkursioni zum Haus der Astronomie

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Am 17. Mai 2019 besuchten die Physik-E2-Kurse der 9. Jahrgangsstufe unserer Schule in Begleitung von Frau Altenkirch und Herr Rose das Haus der Astronomie in Heidelberg. Ziel war es, anhand von zwei Workshops und eines Vortrages im Planetarium Erkenntnisse zur Astronomie zu erhalten. 

Bereits bei Ankunft machte das Haus der Astronomie, welches sich neben dem Max-Planck-Institut für Astronomie und zweier Sternwarten auf dem Königsstuhl befindet, auf sich aufmerksam. Mit seiner Architektur – spiralförmige Gänge, die um ein kugelförmiges Zentrum angeordnet sind – lehnt es sich an die Form und das Aussehen unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße an.

Empfangen und angeleitet von Herrn Martin Wetz nahmen die interessierten Neuntklässler an den Workshops „Infrarotastronomie“ und „Exoplaneten und wie man sie findet“ teil.

Im erstgenannten Workshop befassten sich die SchülerInnen mit der für uns Menschen unsichtbaren Infrarotstrahlung. Diese bietet den Astronomen einen anderen Blick in den Kosmos – und somit neue Informationen – als das uns so geläufige sichtbare Spektrum. Das auch als „Wärmestrahlung“ bekannte Licht ist aber auch im Alltag um uns herum vorhanden. Sichtbar wird es für uns durch sogenannte Wärmebildkameras. Mit einigen solcher Exemplare untersuchten unsere SchülerInnen diverse Phänomene und bearbeiteten dazu Aufgaben. Dabei durften alle Experimente selbstständig von den SchülerInnen durchgeführt werden, was für ein motiviertes Lernen sorgte.

Der zweite Workshop beschäftigte sich im Kern mit Exoplaneten, also Planeten außerhalb des Sonnensystems. Unter anderem wurden folgende Fragen im Expertengespräch erörtert: Wie findet man Planeten außerhalb unseres Sonnensystems? Wie viele solcher Exoplaneten gibt es in unserer Milchstraße? Wie untersucht man solche Exoplaneten genauer, um z.B. die Frage nach Leben darauf beantworten zu können? Wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass Leben auf anderen Planeten existiert? Wäre es von der Entfernung und der Zeitdauer möglich, erdähnliche Exoplaneten zu besuchen/besiedeln? Auch wenn nicht alle Fragen mit Exaktheit beantwortet werden konnten, hatten unsere SchülerInnen einen Einblick in wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesem Bereich der Astronomie.

Den eindrucksvollen Abschluss unserer Exkursion bildete der Besuch des Planetariums. Diverse Beamer projizierten auf die halbkugelförmige Innenseite eines Betondaches den Sternenhimmel. Dabei leitete Herr Martin Wetz die Vorstellung mit Erzählungen zur Astronomiegeschichte, Informationen zu aktuellen Forschungen sowie Anekdoten und hatte stets eine gebannte Zuhörerschaft. Zu sehen gab es dem für uns Menschen vertrauten Blick von der Erde aus in den Nachthimmel mitsamt Sonne, Mond und Sternbilder. Dank moderner Technik ließ sich die Perspektive an einen beliebigen Punkt im uns bekannten Universum einnehmen. Dadurch konnten unsere SchülerInnen das Sonnensystem, die Milchstraße und diverse andere Konstellationen betrachten. Hierbei löcherten sie Herrn Wetz mit Fragen, äußerten Wünsche, etwas Bestimmtes zu sehen und glänzten gar an einigen Stellen mit Fachwissen. 

Zusammengefasst wurde dieses Schauspiel – und im Endeffekt die gesamte Exkursion – von einer Schülerin mit den Worten: „Das könnte ich den ganzen Tag lang machen.“

W. Rose

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